Den Kopf in den Sand stecken? (Bild von canva.com)

Wie möchten wir in ein Jahr blicken, dessen Anfang von einem großen geopolitischen Durcheinander geprägt ist, um es vorsichtig auszudrücken? Üblicherweise schreibt man an dieser Stelle nette Worte der Hoffnung. Davon alleine verändert sich die Welt nur nicht. Es kommt auf unser Handeln an, auf das Handeln jeder und jedes Einzelnen.

Es gilt also, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Und überdies: Es gilt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Dieses alte Sprichwort bekommt bei genauer Lesart wiederum eine neue, doppelte Symbolkraft. Zum einen haben wir noch nicht flächendeckend Sand in Deutschland, damit ist der Klimawandel und seine möglichen Folgen auf den Boden auch hierzulande gemeint. Noch ist Deutschland keine Wüste. Zugleich aber wird der Sand, wo es ihn noch gibt, überall abgebaut und zu Beton verwandelt. Auch nicht gut, auf lange Sicht.

Wenn man die Welt, was offensichtlich ist, alleine nicht ändern kann, so sind wir doch gefordert, unseren persönlichen Beitrag zu leisten. Haltung zeigen. Auch unter den widrigsten Umständen das sprichwörtliche Apfelbäumchen pflanzen. Interessant, dass dieses angebliche Luther-Zitat vermutlich in einem Rundschreiben der Bekennenden Kirche 1944 erstmals entstanden ist, um Mut in schwierigsten Zeiten zu machen und zum persönlichen Handeln aufzufordern.

Und warum das Apfelbäumchen als Symbol? Da hätte ja auch stehen können „wir müssen nach Lösungen suchen, verhandeln,“ und was noch immer. Nein, da steht Apfelbäumchen. Weil wir am Ende nicht von Technik leben können und auch nicht von klugen Konzepten, sondern von dem, was an gesunder Nahrung auf einem gesunden Boden wächst. Das gilt zumindest für die Mehrheit aller Menschen, die nicht als Astronauten künstlich ernährt werden.

Die Martin Görlitz Stiftung und ISSO werden sich im Jahr 2026 noch deutlicher für das Bewahren unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. Bewahren klingt irgendwie rückwärtsgewandt, und es gibt ja genügend Formen des unguten Bewahrens, wenn es um Status, Macht und ausufernde persönliche Bereicherungsmethodik geht. Das erleben wir in globalem Ausmaß.

Das Bewahren von Natur dagegen ist absolutes und progressives Zukunftshandeln. Das muss ständig deutlich gemacht werden, denn das große globale Plündern schafft es derzeit, das Bewahren unserer Lebensgrundlagen plötzlich als nebensächlich und beinahe überholt darzustellen. Das kann ja wohl nicht sein. Deshalb gehört auch gesellschaftliches und politisches Handeln dazu.

Bild: Martin Görlitz bei Terra Sintrópica

Das persönliche Handeln der Martin Görlitz Stiftung zum Jahresende 2025 ist eine Zuwendung von 10.000 € an das Förderprojekt Terra Sintrópica in Portugal. Wir haben schon mehrfach davon berichtet. Dort fließt vieles zusammen, woran wir uns orientieren können. Es ist nicht nur die Arbeit in der Erhaltung und Regeneration von lebendigem Boden. Es ist ein Team, eine Gruppe begeisterter Menschen mit einem hohen persönlichen Einsatz. Es ist eine Community und ein ganzes Bündel von Ideen und Projekten, vor allem auch im Bereich Umweltbildung. Nicht zuletzt ist es das kleine vegetarische Restaurant PREC, das Erinnerungen an die Soulfood Zeit im Dreikönigenhaus weckt. So hätte es weitergehen können. Diese Initiative ist deshalb in ihrer Gesamtheit ein echtes Vorbild, mit klarer Ausrichtung und tatsächlicher guter Arbeit, nicht nur ein „darüber reden“.

In den letzten Wochen hat die Gruppe dort in Portugal eine Fundraising-Kampagne gestartet und ISSO hat dies bestmöglich begleitet und beraten. Wichtig war vor allem der Gedanke, dass es nicht einfach um Geld geht, sondern um den Sinn und Nutzen dahinter. Deshalb ist eine Art Geschenke-Webshop entstanden, wo man sehen kann, was gebraucht wird und wofür man spendet. Es ist immer noch eine Fundraising-Kampagne, aber es geht in eine Richtung, an der wir bei ISSO im kommenden Jahr arbeiten möchten: Eine bessere Art der Kommunikation in einer gemeinwohlorientierten Welt.

Wer also bis hierhin gelesen hat, kann die „Kampagne“ gerne hier anschauen. Ja, die IT-Leute unter uns sehen sofort die Fehlstellen. Der Betrag, den man zu geben bereit wäre, wird nicht in die Paypal-Seite übertragen, Sie müssen das noch einmal eintippen. Es ist auch nicht gelungen, unter jedem Artikel eine Skala zu platzieren, zu wieviel Prozent dieses Teil schon Unterstützer hat, und noch einiges mehr. Die URL sieht furchtbar aus und ist noch immer nicht auf der eigentlichen Homepage vernetzt. Aber die Mittel zur Erstellung dieser Kampagne waren sehr begrenzt: Ein lieber Mensch ohne echte IT-Kenntnisse und die Hilfe von ISSO. Any IT ressources welcome.

An diesem Förderbeispiel sind die Ideen von ISSO für das Jahr 2026 zumindest in groben Zügen vorgezeichnet. Den großen globalen Problemen, vor allem im Umweltbereich, wollen wir mit wirklich guten, auch überregional sichtbaren Beispielen entgegentreten. Das können eigene Projekte sein oder, wie oben beschrieben, gute Förderprojekte. Es wird also eine Mischung aus eigenen Projekten und Förderprojekten geben.

Wir freuen uns, wenn Sie daran teilhaben. Beispielsweise durch eine Zuwendung an das Projekt im Alentejo, hier noch einmal der Link.

Vielen Dank!

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