Für den 4. November 2025 hatte Oberbürgermeister David Langner zum traditionellen Frauenempfang in den Historischen Rathaussaal eingeladen. Der Empfang ist ein Dank an alle engagierten Frauen, die ehrenamtlich und im Rahmen von zivilgesellschaftlichem Engagement für die Rechte von Frauen einstehen.

Im gut gefüllten Saal begrüßte Meike Baumann alle Teilnehmenden im Namen des Gleichstellungsteams und lud zu einem vergnüglichen Abend ein, bei dem Austausch und Netzwerken im Vordergrund stehen sollten. Der Dezernent für Bildung und Kultur Ingo Schneider überbrachte Grüße des abwesenden Oberbürgermeisters und sprach in dessen Vertretung das Grußwort. Schneider bedankte sich im Namen der Stadt Koblenz bei allen Anwesenden für ihren Einsatz und ihr Engagement. Er wies auf die Erfolge in der Stadtverwaltung, in der in vielen Bereichen die Gleichstellung erreicht worden ist, und in diesem Zusammenhang auch auf das von ihm geführte Dezernat hin. Außerdem betonte er, wie wichtig es sei, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, weiterhin für die Gleichberechtigung in allen Bereichen einsetzen.

Bild: Frau Prof. Dr. Nicole Hoffmann von der Universität Koblenz (Beatrix Sieben, ISSO)

Diese Aussage unterstrich auch die Festrednerin des Abends, Frau Prof. Dr. Nicole Hoffmann von der Universität Koblenz. In ihrem Beitrag setzte sie sich mit der Frage „Kinder, Küche und Karriere? – Weibliche Berufswege zwischen Freiheit und Rollenerwartung“ auseinander. Als Professorin für Pädagogik mit den Schwerpunkten Erwachsenenpädagogik und Genderforschung zog sie ein Resümee aus den Errungenschaften von der Nachkriegszeit bis heute. Dabei ging ihr Blick auch in Richtung zukunftstauglicher Modelle der Kombination von Erwerbs-, Pflege-, Erziehungs- und Hausarbeit und sie zeigte die Herausforderungen auf, die diese Aufgabenkombination mit sich bringt. Egal ob Allein- oder Zuverdienende oder in einem Doppelversorgungsmodell Lebende, gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeiten sowie ausreichende Betreuungsplätze für Kinder und/oder pflegebedürftige Angehörige bilden immer noch eine erstrebenswerte Grundvoraussetzung, um weibliche Berufswege zu modernisieren oder auszubauen. Viel zu viele Frauen entscheiden sich sonst nach der Elternzeit weiterhin für Minijobs und kehren nicht wieder ins vollumfängliche Erwerbsleben zurück. Was meist eine Versorgungslücke oder die wirtschaftliche Abhängigkeit vom arbeitenden (Ehe-)Partner oder gelegentlich auch von einer Partnerin nach sich zieht.

Die Lahnsteiner Band RIVERS sorgte für eine sehr angenehme Auflockerung und melodische musikalische Pausen. Seit 2019 bietet sie eine bemerkenswerte Kombination aus Stilen wie Country und Folk, aber auch Blues und Soul. Die klangvollen Stimmen der Interpretinnen tragen die Songs genussvoll mehrstimmig vor. Eingebettet in die behutsame und gleichwohl virtuose Begleitung von Gitarre und Kontrabass, bekommen die Songs aus dem Great American Songbook einen ganz besonderen Charme.

Der anschließende Raum für persönliche Begegnungen wurde bei einem Glas Sekt oder Wein genutzt und einigte Teilnehmende und Veranstaltende in ihrem Resümee, dass vieles positiv vorangegangen, aber auch noch einiges anzukurbeln und weiter voranzubringen sei. Hierfür brauche es weiterhin die gemeinsame Tatkraft und das Engagement aller.

Ein letzter Hinweis bei dem Empfang galt vorausschauend dem 25. November: Das ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, auch „Orange Day“ genannt. Dessen Intention setzt die weltweite Kampagne der UNO „Orange the World“ bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, fort.

Schon seit Jahren wird dieser Tag in Koblenz durch eine erfolgreiche Kooperation von verschiedenen Frauen-Netzwerken und Service Clubs wie zum Beispiel Soroptimist International, Zonta und Inner Wheel gestaltet und organisiert.

In diesem Jahr findet der Aktionstag ab 17.00 Uhr in der Stadtbibliothek im Forum Confluentes am Zentralplatz in Koblenz statt.

Mehr Informationen zum Aktionstag „Orange Day“ und zur Kampagne „Orange the World“ in Koblenz unter:

https://www.orangetheworld.de/

Bild: Beatrix Sieben, ISSO

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