Slow Food engagiert sich weltweit für eine Kultur des Essens, die auf Wertschätzung, Verantwortung und Genuss basiert. Slow Food engagiert sich für kleinbäuerliche Landwirtschaft, handwerkliche Fischerei und Lebensmittelproduktion im Einklang mit unseren Ökosystemen, dem Tierwohl, der Wiederbelebung von ländlichen Regionen und unseren kulturellen Traditionen.

Gut, sauber, fair!

 

Das ist der Slow Food Anspruch für Produktion, Herstellung und Konsum von Lebensmitteln. Eine gesunde, saubere und faire Ernährung sollte in unserer aller Interesse sein. In diesem Sinne organisiert Slow Food Veranstaltungen.

Wie lässt sich eine Reform der EU-Agrarpolitik verwirklichen, ist Inhalt einer Veranstaltung und Diskussion mit Frau Prof. Christine Wieck von der Universität Hohenheim

ZOOM-Online-Event am Mittwoch, den 28.04.2021 von 19:00 – 21:00 Uhr

Anmeldung bis einschließlich: Samstag, 24.04.2021

Mit einer öffentlichen Konsultation im Jahr 2017 begann der Reformprozeß der EU-Agrarpolitik für die nächste Budgetperiode 2020-2027. Mittlerweile, im Jahr 2021 hat “die GAP” es immerhin bis in die Trilogverhandlungen zwischen Europaparlament, EU-Agrarministerrat und der EU-Kommission geschafft und die Zielgerade ist in Sicht.  Das BMEL hat auch jüngst ebenso Vorschläge für die Umsetzung der EU-Vorgaben vorgelegt. “Nebenbei” wird auch noch über den Green Deal, die Farm-to-Fork Strategie und die EU-Biodiversitätsstrategie diskutiert.

Nach einem Überblick über die legislativen Entwicklungen wird in diesem Seminar diskutiert, ob und wie hierdurch die Agrarpolitik grüner, nachhaltiger und fairer wird. Wo sind die Konfliktfelder? Was macht eigentlich die Zukunftskommission Landwirtschaft? Und welche Rolle spielen Lebensmitteleinzelhandel, Ökolandbau und Konsumentinnen?

Zur Person:

Frau Prof. Dr. Christine Wieck lehrt und forscht an der Universität Hohenheim, an der sie das Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik leitet.

Ihre Forschung konzentriert sich auf den internationalen Handel mit Agrar- und Lebensmittelprodukten, die globalen Dimensionen der gemeinsamen Agrarpolitik und Fragen zu Agrarsubventionen. Eines ihrer Spezialgebiete sind die Beziehungen zwischen der EU und Afrika. Als Expertin in diesem Gebiet beruft die EU-Kommission Frau Prof. Wieck 2018 in die unabhängige Expertengruppe Task Force Rural Africa.
Sie begann ihre agrarpolitische Karriere als Landwirtin und arbeite etliche Jahre in der biologischen Landwirtschaft, bevor sie an der Universität Bonn am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Universität Bonn promovierte und später habilitierte. Sie war erfolgreich in den USA tätig, zunächst als Postdoc am IMPACT Center und später als Assistant Professor an der School of Economic Sciences an der Washington State University. Vor ihrer Berufung an die Universität Hohenheim war sie 2 1/2 Jahre bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in der Politikberatung tätig.