Mit wenig Publikum, gemäß der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie,  fand in Düsseldorf die Verleihung des 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreises statt. Ausgewählte Konzepte gegen Erderwärmung, Ressourcenübernutzung, Artensterben und gesellschaftliche Spaltung wurden in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung ausgewählt und prämiert. Neben Ehrenpreisen für internationale und nationale Künstler und Musiker wurde auch ganz zeitaktuell das Forscherteam Prof. Ugur Sahin und Dr. Özlem Türeci von BioNTech für die Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffes geehrt.

Einige Unternehmen konnten sich mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, hohen ökologischen Standards oder besonderem sozialen Engagement.

Nach dem Prinzip reduzieren, optimieren und vermeiden konnte das etablierte Unternehmen FROSTA mit einer neuen Papierverpackung punkten, die keine Folien und Plastikanteile enthält und im Papiermüll entsorgt werden kann. https://www.nachhaltigkeitspreis.de/verpackung/

 

Drei nachhaltige Geschäftsmodelle

Auch nachhaltige Geschäftsmodelle zur Transformation wurden ausgewählt und geehrt. Die renommierte Auszeichnung für grüne Gründer, den Next Economy Award, erhielten drei Startups

Bracenet aus Hamburg setzt sich mit recycelten Armbändern, Seile und Hundeleinen aus alten Fischernetzen für den Schutz der Meere ein und fertigt nach eigener Aussage alle Produkte in Handarbeit in Deutschland. Nützliches und Dekoratives kommt designstark und einfach daher. Als „Eccofluenzer“ nutzt das Team seine Stimme nicht nur im Blog sondern steht auch für Diskussionen und Vorträge zur Verfügung.

RITTEC aus Lündeburg entwickelte in Kooperation mit dem Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik der TU Braunschweig eine Technologie zur Rückgewinnung der Monomere aus PET-Abfällen. PET-Kunststoffe werden in einem vollständigen hochwertigen Rohstoffkreislauf überführt. revolPET® ist die Recyclingtechnologie, die die Verwertung der PET-Abfälle zu hochwertigen Produkten auf Originalniveau schafft. Der Ansatz einer vollständigen Kreislaufwirtschaft ohne Wert- und Leistungsverluste klingt vielversprechend.

Too Good To Go bietet als Plattform gastronomischen Betrieben die Möglichkeit, überproduziertes Essen zu einem fairen Preis an Selbstabholer/innen abzugeben. Die Plattform ermöglicht eine einfache Logistik und konnte bereits einige Tausend Partner gewinnen, darunter Hotel- und Gastronomieketten. Wer sich an den Film „Taste the Waste“ erinnert, hat sich vielleicht die erschreckende Zahl gemerkt, dass 1/3 aller hergestellten Lebensmittel in der Tonne landen. Haushalte und Schulen werden mit Bildungsmaterialien zu Akteuren inspiriert.

Wer sich die Preisverleihung anschauen mag oder einen Überblick über alle Gewinner in den unterschiedlichen Themenbereichen erhalten möchte, der findet weitere Informationen hier https://www.nachhaltigkeitspreis.de/