Die Weihnachtszeit ist bekanntlich die schönste Zeit im Jahr, jedoch auch die konsumreichste. Wir stürzen uns in überfüllte Geschäfte, bestellen online eine Vielzahl von Waren, immer in der Hoffnung, das richtige Geschenk für unsere Lieben zu finden. Auch Weihnachten ohne die passende Dekoration ist unvorstellbar und nicht selten wird diese jährlich ausgetauscht und ersetzt. Im Sinne der Weihnachtszeit sollten wir nicht nur blind konsumieren, sondern auch unserer Mitmenschen und der Umwelt gedenken.

Weihnachten lässt sich auch nachhaltig gestalten, dazu möchten wir einige Ideen beisteuern:

Geschenke für deine Lieben – selber machen statt kaufen.

 Wie wäre es zum Beispiel, selbstgemachte Kosmetikprodukte an eure Lieben zu verschenken: Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von Duschgel über Bodylotion bis hin zu Seife und noch vieles mehr. Ohne viel Material lässt sich alles zu Hause selbst herstellen.

Hier eine Anleitung zur Seifenherstellung:

Zutaten:

Naturseife, heißes Wasser und Mandelöl

Optional können natürlich auch ätherische Öle für den Duft oder Lebensmittelfarbe, Blüten & Kräuter für das Design hinzufügt werden.

Zubereitung

  • Naturseife raspeln
  • 5 EL heißes Wasser darüber gießen und verrühren, damit die Raspeln sich auflösen und eine homogene Masse entsteht.
  • 4 EL Mandelöl (Jojobaöl oder andere pflegende Öle sind auch möglich) hinzufügen, um die Masse geschmeidig zu machen und damit die Seife später eine pflegende Wirkung hat.
  • Optional einige Tropfen ätherisches Öl mit gewünschtem Duft und Lebensmittelfarbe hinzugeben. Getrocknete Blüten können entweder in der Masse mit verrührt werden oder am Ende auf die fertige Seife gegeben und leicht angedrückt werden.
  • Zum Schluss die Masse beliebig formen und trocknen lassen.

.. und fertig ist die selbstgemachte Seife! 😊

Aber warum eigentlich Seife selbst herstellen, wenn man sie auch problemlos im Laden kaufen kann?

Der Vorteil an selbst hergestellter Seife ist, dass sich keine künstlichen Inhaltsstoffe in dieser befinden. Außerdem kann auf individuelle Vorlieben, Abneigungen oder Allergien der Beschenkten eingegangen werden. Auch bei der Zutatenauswahl besteht die Möglichkeit, auf eine nachhaltige und regionale Herstellung zu achten. Ein weiterer Punkt ist, dass die Verpackung fast aller Kosmetikprodukte aus Plastik besteht, die jetzt natürlich vermieden werden.

 

Nachhaltige Geschenkverpackung

Jedes Jahr wird eine Vielzahl an mit Plastik beschichtetem Geschenkpapier, Klebestreifen, Kärtchen und Schleifen gekauft – nur um alles nach dem Auspacken des Geschenks direkt wieder wegzuwerfen. Um diese Verschwendung zu vermeiden und den ökologischen Fußabdruck zu verbessern, hier ein paar Tipps:

Geschenke nachhaltig verpacken

  • Für selbstgebackene Plätzchen, Marmelade, selbstgemachte Kosmetikprodukte oder andere kleine Geschenke können Einmachglas oder ein altes Lebensmittelglas wiederverwerten werden.
  • Mit Furoshiki, einer japanischen Falttechnik, packt man ein Geschenk müllfrei mit Stoffresten oder Tüchern ein. Eine Anleitung zu Furoshiki haben wir hier angehängt.
  • Eine weitere Alternative ist, das Geschenk einfach in altes Zeitungspapier oder Backpapier einzupacken.
  • Um dem Geschenk einen weihnachtlichen Look zu verpassen, können bei einem Sparziergang in der Natur ein paar Tannenzapfen oder Zweige gesammelt werden, die als Dekoration an das Geschenk gehangen werden.
  • Vermieden sollten außerdem Aufkleber oder gekaufte Geschenkanhänger. Diese können einfach aus alten Kartons selber gebastelt werden.
  • Besser als Klebestreifen: Schnüre aus Naturfasern.

Was darf zu guter Letzt in der Weihnachtszeit natürlich nicht fehlen?

Selbstgebackene Plätzchen

Wir haben vegane Haselnuss-Plätzchen gebacken und möchten das Rezept gerne teilen.

Zutaten

  • 65g Vollrohrzucker
  • 80g gemahlene Haselnüsse
  • 160g Mehl
  • 110g vegane Margarine
  • 100g Zartbitter Kuvertüre
  • und eine Prise Salz

 

Zubereitung

  • Margarine und Zucker mit einer Küchenmaschine mischen und anschließend das Mehl, gemahlene Haselnüsse und Salz hinzufügen.
  • Wenn der Teig eine krümelige Konsistenz erreicht hat, mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Den Teig zu einer Rolle formen und für eine Stunde im Kühlschrank kühlen
  • Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  • Den Teig nach einer Stunde aus dem Kühlschrank nehmen, in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen
  • Plätzchen für 12-15 Minuten im Ofen backen
  • Plätzchen abkühlen lassen und in dieser Zeit die Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen lassen
  • Plätzchen zur Hälfte oder ganz in die Kuvertüre eintauchen und gehackte oder gemahlene Haselnüsse darüber streuen
  • Trocknen lassen – und fertig!

 

Wir hoffen, wir konnten ein wenig inspirieren und zu nachhaltigen Alternativen anregen.

Viel Spaß beim Nachmachen & Frohe Weihnachten!