So langsam verabschiedet sich die Generation der Babyboomer und die Generationen X,Y,Z rücken nach. Alle fünfzehn Jahre ergibt sich eine sozio-kulturelle Veränderung, die Einstellungen, Meinung und Werte der nachfolgenden Generationen prägt, so die Meinung der Soziologen.  Was bedeutet das für eine gelingende Zusammenarbeit in Organisationen und Teams? Und wie funktioniert Führung, wenn Karrierestreben durch Sinnfragen abgelöst wird?

Mit einem Selbstverständnis für die globale Welt, international vernetzt und schon in jungen Jahren auslandserfahren, drängt diese junge Generation in den Arbeitsmarkt und trifft dort auf tradierte Organisationshierarchien und Unternehmensstrukturen. Wie fügt sich das zusammen? Werden bisherige tradierte Werte von Leistungsbereitschaft und Führungsverantwortung damit abgelöst? Und wie kann und sollte eine Organisation darauf reagieren?

Wenn diese Generationen einem anderen Lebensmotto folgen und dabei Selbstverwirklichung oder Müßiggang eine wichtigere Rolle spielen, dann wird es spätestens jetzt notwendig, dass sich  Führungskräfte für eine andere Art der Führung öffnen. Tun Sie es nicht, verlieren Sie einen Teil ihrer Mitarbeitenden und laufen ins Leere. Führung benötigt Persönlichkeit. Dabei darf der Mensch auch „Ecken und Kanten“ haben, doch sollte er glaubwürdig und einschätzbar sein. Manager, die sich hinter ihrer Chef-Rolle verstecken oder durch ihre funktionale oder hierarchische Macht agieren, werden zunehmend unattraktiv und verlieren mehr und mehr Kontrolle über das Geschehen. „Man muss die Jungs lieben“ soll die Antwort von Jürgen Klopp auf die Frage gewesen sein, wie ihm die Führung dieser individuellen Profis gelingt. Er wird seine „Pappenheimer“ kennen und mit den Personen oder Persönlichkeiten auch deren Stärken und Schwächen. Führung bedeutet glaubwürdig und menschlich sein, aber auch klar im Hinblick auf die Erwartungen. Für das Miteinander in einer Organisation braucht es Spielregeln, wie es diese auch im Sport und bei einem Fußballspiel gibt. Regeln vermitteln Klarheit und Sicherheit. Sie helfen uns Menschen auch, unsere Kräfte auf anderes zu legen, zum Beispiel darauf, Ziele zu erreichen. Nichts ist lästiger, als ständig wiederkehrende Regeln neu auszuhandeln oder nicht genau zu wissen, was erwartet wird. Da streikt unser Hirn – es ist auf Ökonomie aus und will nicht ständig Energie auf etwas verwenden, was wiederholt gebraucht oder abgerufen wird. Eine gute Führungskraft entlastet das Team durch klare Strukturen und klare Ziele. Das schont die Energie für das Wesentliche.

Bekannte Managementberater und Trainer für Führungskräfte wie Reinhard Sprenger und Fredmund Malik weisen immer noch und immer wieder darauf hin, wie wichtig Vertrauen für erfolgreiche Führung ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Führungskraft männlich oder weiblich ist. Vertrauen und Klarheit sind sicherlich die wichtigsten Parameter, die neben einer glaubwürdigen Persönlichkeit auf eine dauerhafte und erfüllende Zusammenarbeit einzahlen. Das funktioniert auch für die Generation X,Y,Z. Probieren Sie es aus!

Beatrix Sieben greift dieses spannende Thema in Anlehnung an das Buch von Ursula Kosser „Ohne uns – die Generation Y und ihre Absage an das Leistungsdenken“ und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Forschung von Prof. Hurrelmann auf und macht sich auf die Spurensuche nach Ursachen und Auffälligkeiten dieser sichtbaren Haltung. Dabei stellt sie den Zusammenhang mit der aktuellen technischen Entwicklung und den Herausforderungen einer digitalen Welt her und zeigt Wege für ein gemeinsames Miteinander auf, ebenso wie neue Ansätze zur Führung.

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