1. September 2020. Zum vierten Mal hat Koblenz einen Tag der Nachhaltigkeit erlebt. Dabei fing alles eigentlich nachts an, am 24. Juni 2017 mit derNacht der Nachhaltigkeit. Der Gedanke war in Anlehnung an andere Nächte offener Museen oder Galerien entstanden. Schon damals war das Dreikönigenhaus mit ISSO ein zentraler Austragungsort. Gut dreißig Akteure hatten sich mit Ausstellungen, Vorträgen und Aktionen beteiligt.

Unter der tatkräftigen Organisation des städtischen Umweltamtes und von ISSO im Dreikönigenhaus wurde die Aktion in den nächsten beiden Jahren zum „Markt der Nachhaltigkeit“. Publikumswirksam an einem Samstag zogen gefühlte Heerscharen von Umweltaktivisten durch die Fußgängerzone, mit Bauchläden zum Kontaktmachen, und auf dem Jesuitenplatz und vor dem Rathaus gab es vielfältige und bunte Stände.

In 2020 gab es nun die vierte Auflage, was für Einsatz und Kontinuität spricht, durch die großen Einschränkungen aber nicht leicht war. Der Hauptteil fand im Dreikönigenhaus statt mit einer Foto-Installation zu den 17 SDG’s (Nachhaltigkeitszielen) im Lichthof, welchen die Besucher nur als Einbahnstraße durchqueren durften. Im Dreikönigenhaus gab es einige Vorträge und eine Präsentation des Weltladens.

Da die ganze Aktion einen hohen virtuellen Anteil haben musste, konnten die Akteure zuvor Videoclips herstellen, wobei das Portal Studiyoo die technische Unterstützung lieferte. Diese kleinen Präsentationen sind weiterhin auf Youtube zu finden. Und, da der Markt-Charakter in diesem Jahr nicht so wirkte, titelte man zum „Tag der Nachhaltigkeit“.

Der krönende Abschluss war eine Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeister David Langner, Citymanager Frederik Wenz, Winzer Albrecht Gietzen aus Hatzenport und Regiomark-Verfechter Walter Grambusch, souverän moderiert von Alexandra Klöckner im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses. Immerhin durften rund 35 Zuschauer anwesend sein.

Der Themenkomplex Nachhaltigkeit hat verständlicherweise unter der Aufmerksamkeit und Wichtigkeit von Corona gelitten. Wir kommentieren das lediglich so: Ob Corona bald oder weniger bald vorübergehen wird, wissen wir nicht. Was wir aber wissen: Unsere Sorge und unsere Aufgabe, in sämtlichen Nachhaltigkeitsthemen zu handeln, wird täglich dringender und geht für unsere und für die kommenden Generationen nicht einfach weg. Werden Sie aktiv.