In drei biographischen Essays beleuchtet das Buch der Schriftstellerin Simone Frieling die außergewöhnlichen Lebenswege von drei „Rebellinnen“ des 20. Jahrhunderts: Rosa Luxemburg, die politische Revolutionärin; Hanna Arendt, die scharfsinnige Philosophin und Simone Weil, die religiöse Sozialistin. Alle drei Frauen überzeugten durch ihre Unerschrockenheit und Willensstärke und ihre Unbeugsamkeit gegenüber Autoritäten und gesellschaftlichen Zwängen. Simone Frieling sieht in ihnen drei Kämpferinnen für Freiheit.

Vom Wohlstand und Selbstanspruch ihrer Familien geprägt forderten die drei Jüdinnen von sich Leistungen und gesellschaftliches Engagement. Alle drei waren aufgeklärt, sensibel, begabt und selbstbewusst und wuchsen mehrsprachig auf. Mit einem hohen Freiheitsanspruch und sozialem Engagement widmeten sie sich sozialen Themen, philosophischen und religiösen Fragestellungen und durften auf die Akzeptanz und Unterstützung ihrer Familien vertrauen, selbst wenn diese andere Meinungen vertraten.

Das Buch arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen drei besonderen Frauen heraus. Simone Frieling zeigt auf, dass alle bereit waren ihren Überzeugungen kompromisslos zu folgen und danach zu handeln, ohne Rücksicht auf eigene Verluste und Einbußen. Simone Frieling geht auch auf die Schmähungen ein, die alle, wenn auch in unterschiedlicher Weise, zu Lebzeiten ertragen mussten und ermuntert uns dazu, dem Mut dieser starken Frauen auch heute noch Anerkennung zu zollen.

Simone Frieling, geboren in Wuppertal, lebt nach Stationen in Zürich und München seit 1994 als Malerin und Autorin mit ihrer Familie in Mainz. Sie veröffentlichte Erzählungen, Romane, Essays und Anthologien. 1998 wurde sie mit dem Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz bedacht und erhielt den Martha-Saalfeld-Preis.